Verfasst von: Carmen in: 5. September 2009
Dass Süßstoff mit Vorsicht zu genießen ist, weil er den Appetit noch vergrößert (nicht ohne Grund wird er bei der Schweinemast verwendet), wussten wir schon vorher. Aber was jetzt über Aspartam bekannt wird, macht schon richtig Angst. Dann doch lieber Cola mit Zucker und dafür mal ein paar Gläser weniger. Schmeckt übrigens auch besser.
Verfasst von: Carmen in: 24. August 2009
Selbst mit chronischer Migräne geschlagen, merkte ich recht schnell, dass Hungern (wie z. B. bei Heilfasten üblich) bei mir nicht etwa bewußtseinserweiternd, sondern vor allem kopfschmerzerweiternd wirkte. Damit fand mein bisher einziger Versuch in dieser Richtung ein jähes Ende. Mit zunehmendem Alter wurden die Anfälle stärker, und außerdem reagierte der Körper immer sensibler auf Hunger, z. B. unterwegs. Ich habe mir daher angewöhnt, immer eine Notration dabei zu haben, auch in der Arbeit. Dabei bewährten sich fettreiche Nahrungsmittel besser als kohlehydratreiche.
Die Erklärung dafür fand ich neulich auf miginfo.de, wo verschiedene Migränediäten bewertet werden:
„Unterzuckerungen (auch versteckte) gehören zu den gravierensten Migräneauslösern (bei ausgelassenen Mahlzeiten, nach zu viel Schlaf, bei Stress, nach dem Sport, in der Entspannung) und sind in aller Regel nicht – wie die Autorin empfiehlt – durch häufige kleine kohlenhydrathaltige Mahlzeiten zu beheben, sondern eher durch eine grundlegende Ernährungsumstellung: Mehr Eiweiß, mehr Fett, weniger Kohlenhydrate. Der Körper sollte wieder in einen Zustand versetzt werden, in welchem er den Blutzuckerspiegel auch ohne ständige Nahrungsaufnahme konstant halten kann.“
Weiter unten findet sich dann noch der Vermerk:
„Wer seinen Serotonin-Spiegel langfristig stabilisieren will sollte sich eher Protein- und Fett-reich (Fleisch, Fisch, Eier) ernähren. Damit vermeidet er auch die problematischen Serotonin-Schwankungen (u. a. auch mit zuviel Serotonin), die stark kohlenhydrathaltige Speisen verursachen können.“
Der Zusammenhang zwischen Blutzuckerspiegel und Migräne war mir bis dato unbekannt gewesen – aber mein Körper wusste das immer schon. Ein Grund mehr, auf ihn zu hören.
Verfasst von: Carmen in: 24. August 2009
Ein 80jähriger, sehr vital wirkender Herr mit Herzschrittmacher empfahl mir kürzlich grünen Tee, seit der OP vor über 10 Jahren trinkt er regelmäßig zwei Tassen pro Tag, weil er gut gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein soll. Erste Netzrecherchen bestätigen das. Der grüne Tee wird pur, ohne Zusätze wie Zucker genossen – schmeckt so aber auch am besten. An den Geschmack muss man sich gewöhnen, aber das ist bei Kaffee und Schwarztee nicht anders.
Verfasst von: Carmen in: 18. August 2009
“ ‘Ernährungsberatung’ ist in erster Linie Gewalt von Frauen gegen Frauen“ lautet die Titelzeile des Interviews, das das Magazin GALORE mit Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer geführt hat. Unbedingt lesenswert. Unter anderem geht Pollmer auf die Rolle der Ernährungslehre als Ersatzreligion ein – Büßen und Geißeln war gestern, heute machen wir Diät.
Das Interview bietet außerdem ein paar verblüffende Erkenntnisse, z. B. warum die vielbeschworenen Pellkartoffeln mit Schale für Kinder sogar giftig sind (dann ist mir auch klar, warum ich die Schale nie gemocht habe!) und Pommes mit Ketchup unter Umständen gesünder sein können.
(Danke an botenstoff für den Link!)
Verfasst von: Carmen in: 16. August 2009
Mein Frauenarzt war nicht begeistert von meinem Übergewicht – immer wieder wies er mich darauf hin, dass es wichtig sei, dass ich abnehme.
Mit sehr viel Disziplin schaffte ich es dann tatsächlich, in vier Monaten 14 Kilo abzunehmen, und berichtete das stolz beim nächsten Untersuchungstermin. Er sah mich kurz an und meinte nur: „Das haben Sie in zwei Jahren mit Zinsen wieder drauf.“
Ich habe diesen Arzt nie wieder aufgesucht. Natürlich behielt er recht, aber wenn er mich damals bestärkt hätte, das Erreichte zu halten und so weiterzumachen, wäre es vielleicht anders gekommen. Es hätte auch enorm geholfen, wenn mein damaliger Freund den ersten Erfolg gewürdigt hätte, statt nur zu sagen „da muss aber noch einiges runter“ und mit mir über den Sinn und Unsinn meiner damaligen Methode (alle 48 Stunden eine Sport-Einheit) zu diskutieren. Übrigens haben 4 Monate Dauer-Sport nicht dazu geführt, dass ich plötzlich Spaß an Sport entwickelt hätte. Ich musste mich jedes Mal aufs Neue dazu antreiben.
Wenn ihr euren Freundinnen, Freunden und Patienten helfen wollt, dann unterstützt sie, statt sie zu demoralisieren. Ihr wollt doch, dass es ihnen besser geht?
Verfasst von: Carmen in: 26. April 2009
Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Fall Terri Schiavo, der 2005 durch die Medien ging: Terri lag seit 15 Jahren im Wachkoma, bis ihr Ehemann gegen den Willen der Eltern erreichte, dass die Maschinen abgeschaltet wurden, die ihren Körper noch am Leben erhielten.
Terri Schiavo litt an Bulimie, die Kaliummangel und in Folge einen Herzstillstand verursachte. Dabei wurde ihr Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, und sie fiel ins Koma. (Quelle: Wikipedia)
In der Highschool wog Terri 90 Kilo bei 1,60 m Größe. 1981 nahm sie durch eine Diät 25 Kilo ab, aber der Preis war hoch. (Quelle: Dieter Wunderlich)
Hätte Terri diese 90 Kilo auf 1,60 m Größe einfach nur gehalten (und allenfalls peu a peu ein bisschen verringert), und wäre sie nicht in eine Eßstörung gerutscht, könnte sie heute vermutlich noch leben.
Verfasst von: Carmen in: 22. April 2009
Sehr lesenswerter Artikel in der ZEIT, wo es unter anderem auch um das Thema Diäten und ihre Auswirkungen geht: Rund und gesund: Übergewichtige fühlen sich von Gesundheitsaposteln verfolgt.
Verfasst von: Carmen in: 21. April 2009
„Ihr dicken Leute denkt immer ans Essen“, sagte meine blonde, schlanke Kollegin Doro.*)
Wir befanden uns Tausende Meter über dem Erdboden, geschäftlich unterwegs in einem Flugzeug mit Kurs auf USA. Der Flieger war nur mäßig ausgebucht, so dass wir Platz genug hatten, uns auszubreiten und gemütlich zu unterhalten. Ich weiß nicht mehr, wie wir auf das Thema kamen, aber wir waren zwei junge Frauen, und so lag es sicher nahe. Ich hatte zu dem Zeitpunkt die bis dato erfolgreichste Diät meines Lebens hinter mir (14 Kilo Gewichtsverlust in 4 Monaten durch intensiven Sport und FDH), und das JoJo holte gerade Schwung, um wieder zur anderen Seite hin auszuschlagen. Ich wusste nur noch nichts davon – oder von dem Gallenstein, den meine Diät mir als Souvenir bescherte.
Verfasst von: Carmen in: 21. April 2009
Mit Anfang 20 hatte ich 79 Kilo (bei 1,67 m Größe) und machte meine erste Diät. Eine von vielen. Jede Diät machte mich kurzfristig leichter und spätestens nach 2 Jahren schwerer als zuvor. Heute bin ich Anfang 40 und bringe 112 Kilo auf die Waage. Ein Gewicht, das ich mir damals, mit 79 Kilo, nicht mal vorstellen konnte und von dem ich mir nicht hätte träumen lassen, dass ich es mal erreichen würde.
Verfasst von: Carmen in: 20. April 2009
Liebe Leserin,
lieber Leser,
herzlich willkommen im „Diätenhasser-Blog“. Wenn Du neu hier bist, empfehle ich die Seite „Über dieses Blog“. Dort erfährst Du etwas über die Hintergründe und Ziele dieses Blogs.
Den Anstoß zu diesem Blog gaben mir zwei Ereignisse: zum einen ein TV-Auftritt der großartigen Margit Schönberger, deren Buch „Das Diätenhasserbuch“ ich nur wärmstens empfehlen kann, und zum anderen eine liebe Freundin, die sich aus gesundheitlichen Gründen wieder einmal einer Diät unterzieht und mich fragte, ob ich mit ihr zusammen ein Diät-Blog führen möchte. Während ich ihr viel Glück für ihr Vorhaben wünsche, weiß ich doch aus leidvoller Erfahrung, dass solche Projekte bei mir immer genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie bewirken sollen. Aber auf einmal wusste ich genau, was für ein Blog zu diesem Thema ich schreiben will: dieses.
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